Dieser Blogartikel ist Teil 2 der Artikel-Serie „Kommunikation in Deiner neurodiversen Partnerschaft mit Autismus“.
Den 1. Teil „Die 4 größten Unterschiede zwischen Dir und Deinem autistischen Partner“ kannst Du hier lesen.
Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass Du und Dein autistischer Partner zwei völlig verschiedene Sprachen sprechen?
Dein autistischer Partner kommuniziert wahrscheinlich sehr sachlich und direkt, ohne zwischen den Zeilen zu lesen, während Du Dich eher indirekt und in bildhafter Sprache ausdrückst. Über Gefühle zu sprechen ist für Deinen autistischen Partner oft herausfordernd, während emotionale Gespräche für Dich selbstverständlich sind und eine zentrale Rolle in einer Liebesbeziehung spielen. Dein autistischer Partner richtet seine Aufmerksamkeit vor allem auf Fakten, Zahlen und konkrete Informationen, wohingegen Du mehr auf die emotionale Bedeutung hinter dem Gesagten achtest.
Diese grundlegenden Kommunikationsunterschiede in eurem Beziehungsalltag tagtäglich zu überbrücken, kann manchmal ganz schön herausfordernd sein!
Erfahre in diesem Blogartikel fünf wirksame und erprobte Strategien aus der neurodiversen Paarberatung. Sie werden euch als Paar helfen, eure Kommunikationsprobleme zu überwinden und eure Gespräche spürbar zu erleichtern.
Manchmal gehen wir Menschen davon aus, wir könnten „zwischen Tür und Angel“ kommunizieren und das Ergebnis dieser Kommunikation sei ausreichend gut.
Vielleicht kennst Du das auch:
- Dein autistischer Partner ist schon halb aus der Tür, und Du rufst ihm noch etwas nach.
- Du kochst, deckst den Abendbrottisch, und eure Kinder rennen um euch herum, während sie etwas von ihrem Tag erzählen oder Fragen stellen. Du versuchst gleichzeitig zu verstehen, was Dein autistischer Partner Dir gerade erzählt.
- Dein autistischer Partner sitzt schon einige Stunden vor seinem PC, aber jetzt kannst Du wirklich nicht mehr warten und musst ihn endlich diese eine Sache fragen! Obwohl er noch mit dem Rücken zu Dir gewandt sitzt und auf den Bildschirm schaut, stellst Du Deine Frage.
Welche Erfahrung hast Du mit dieser Art von Kommunikation „nebenbei“ gemacht?
Für viele Paare, ganz egal, ob Autismus eine Rolle spielt oder nicht, sind solche Gesprächsbedingungen nicht optimal.
Die Tatsache, dass ihr als neurodiverses Paar gewissermaßen verschiedene Sprachen sprecht, macht die Konsequenzen dieser ungünstigen Gesprächsbedingungen für euch aber tatsächlich noch gravierender: Gegenseitiges Unverständnis, Missverständnisse und Konflikte können die Folge sein.
Viele neurodiverse Paare beschreiben es so:
„Er hört mir nicht zu!“
„Ich bin mir sicher, dass ich das gesagt habe, aber er behauptet, ich hätte das nie gesagt!“
„Ich verstehe einfach nicht, was sie mir sagen will.“
„Wir haben so viele Missverständnisse!“
Deshalb ist die grundlegendste Strategie für eine verbesserte Kommunikation zwischen Dir und Deinem autistischen Partner diese:
Strategie #1: Schafft günstige Rahmenbedingungen für eure Gespräche.
Um gute Ausgangsbedingungen für eure Kommunikation zu schaffen, können Dein autistischer Partner und Du verschiedene Aspekte berücksichtigen:
1) Sensorische Reize
Wie ist das sensorische Profil Deines autistischen Partners? Auf welche sensorischen Reize reagiert er sehr stark? Welche Reize nimmt er vielleicht unterdurchschnittlich stark wahr?
Für viele autistische Partner sind insbesondere akustische Ruhe wichtig sowie insgesamt wenig (visuelle) Reize, die stark ablenken können.
2) Stresslevel
Wie hoch ist euer Stresslevel in der Regel, wenn ihr miteinander sprecht? Nutzt am besten möglichst entspannte Momente für eure Gespräche und nehmt euch ausreichend Zeit dafür.
Insbesondere bei Deinem autistischen Partner wird es Anspannung reduzieren, wenn er sich auf eure Gespräche vorbereiten kann. Für ihn ist es also hilfreich, bereits vor dem eigentlichen Gespräch zu wissen:
- Was ist das Thema?
- Welche Erwartungen hast Du an diese Unterhaltung?
- Wie lange wird das Gespräch ungefähr dauern?
- Was ist das Ziel des Gesprächs?
3) Fokus der Aufmerksamkeit
Viele autistische Menschen haben die Stärke, ihre Aufmerksamkeit besonders intensiv auf ein einzelnes Thema oder eine einzelne Aufgabe lenken zu können. Den Fokus der Aufmerksamkeit bei Bedarf zu wechseln, kostet sie hingegen oft sehr viel Mühe.
Um hier konstruktive Gespräche zu ermöglichen, sollte der Fokus ausschließlich auf dem Gespräch liegen. Sonstige äußere Ablenkungen sollten so gut wie möglich vermieden werden.
Auch sollte nur eine einzige Sache besprochen werden, nicht viele verschiedene. Dass man auch andere Themen auf den Tisch bringt, kann verständlicherweise leicht passieren, weil viele partnerschaftliche Dinge inhaltlich miteinander zusammenhängen. Hier ist also besondere Achtsamkeit gefragt und die Bereitschaft, immer wieder zügig zum Hauptthema zurückzukommen.
4) Energielevel und körperlicher Zustand
Idealerweise seid ihr beide zum Gespräch relativ ausgeruht und fit, das kann je nach Vorliebe z. B. morgens nach dem Aufstehen oder eben gerade nicht morgens nach dem Aufstehen sein. Wann habt ihr im Tagesverlauf am meisten Kapazität und Energie?
Auch sollte keiner von euch bei wichtigen Gesprächen starken Hunger verspüren. Bei Hunger sinkt der Blutzuckerspiegel, was wiederum dazu führt, dass Stresshormone ausgeschüttet werden und man so eher genervt, gereizt oder ärgerlich reagiert. Man spricht hier auch vom „Hangry“-Effekt, weil man aufgrund dieses biologischen Zusammenhangs dann eben nicht nur hungrig (engl.: hungry), sondern häufig gleichzeitig auch angry (engl. für ‚wütend‘) ist.
Auch wenn einer von euch körperlich akut krank ist, wäre es günstig, wichtige Gespräche aufzuschieben, weil auch dann oft weniger körperliche und mentale Kraftressourcen dafür zur Verfügung stehen.
5) Räumliche Bedingungen und Blickkontakt
Wenn Du weißt, dass direkter Blickkontakt für Deinen autistischen Partner eher unangenehm, vielleicht sogar schmerzhaft sein kann, könnt ihr ein Setting wählen, das Augenkontakt automatisch minimiert.
- Vielleicht könntet ihr gemeinsam spazieren gehen?
- Oder eure Stühle bzw. Sessel o. Ä. mit dem Rücken zueinander stellen und euch dann unterhalten?
- Fällt es euch beiden leichter, miteinander zu sprechen, wenn ihr währenddessen eine Alltagsaufgabe wie Geschirrspülen und Abtrocknen erledigt?
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Strategie #2: Wählt den richtigen Moment für ein Gespräch aus.
Auch wenn ihr euch vielleicht schon über eure optimalen individuellen Bedingungen für Kommunikation ausgetauscht habt und versucht, diese zu berücksichtigen, kann es sein, dass einer von euch beiden aus irgendeinem (anderen) Grund gerade nicht bereit für ein Gespräch ist.
Der beste Weg, die Kommunikationsbereitschaft des anderen herauszufinden, ist, direkt danach zu fragen!
Tatsächlich sieht die Realität im Beziehungsalltag mancher neurodiverser Paare ganz anders aus. Man fragt nicht zuerst nach, sondern steigt direkt inhaltlich in das Gespräch ein.
Wenn Du Deinem autistischen Partner von etwas berichten wolltest, hast Du möglicherweise in der Vergangenheit auch direkt mit dem inhaltlichen Bericht begonnen.
Viele autistische Partner sind von solch einem direkten Einstieg irritiert und verwirrt.
Menschen im Autismus-Spektrum müssen nämlich in den ersten Sekunden des Gesprächs erst einmal herausfinden:
- Worum geht’s hier eigentlich? Was ist das Thema?
- Wie lange dauert dieses Gespräch wohl?
- Was will sie eigentlich von mir? Wie soll ich reagieren?
Das kann sogar dazu führen, dass Dein autistischer Partner Dich unterbricht und genau diese ihm fehlenden Informationen explizit erfragt, weil er sie vielleicht gerade nicht automatisch erschließen oder herausfiltern kann.
Dieses Unterbrechen löst dann wiederum bei manchen neurotypischen Partnerinnen Irritation und Ärger aus, weil sie denken:
„Er hört gar nicht richtig zu und versteht nicht, worum es mir eigentlich geht!“ oder „Er will gar nicht mit mir sprechen!“
Diese Irritation auf beiden Seiten könnt ihr vermeiden, wenn ihr (zumindest vor emotional bedeutsamen Gesprächen) kurz den Rahmen der Unterhaltung absteckt:
- „Ich möchte gerne mit Dir über … (Thema des Gesprächs) sprechen
- und brauche dafür … Minuten (vermutete Dauer) Deiner Zeit.
- Ich bitte Dich, dass Du … (Wunsch bzgl. der Reaktion des Partners).
- Passt es gerade für Dich?“
Durch diese konkreten Angaben zum anstehenden Gespräch kann Dein autistischer Partner besser einschätzen, was auf ihn zukommt. (Umgekehrt kannst auch Du davon profitieren, wenn er diese Strategie einsetzt.)
Dein autistischer Partner kann so entscheiden, ob er in diesem Moment für diese Art von Konversation Kapazität hat oder ob ihr das Gespräch zeitlich nach hinten verschieben solltet. Wichtig ist dann eine konkrete Terminvereinbarung.
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Strategie #3: Macht Pausen während des Gesprächs.
Vielleicht hast Du in Gesprächen mit Deinem autistischen Partner auch schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass er nicht direkt auf Deine Äußerungen reagiert. Warum ist das eigentlich so?
All das, was Deine soziale Intuition für Dich in zwischenmenschlichen Situationen automatisch, sehr schnell und mit großer Treffsicherheit erledigt, muss Dein autistischer Partner mühsam mit seinem Verstand machen.
All das kostet ihn nicht nur Energie, sondern vor allem auch (Verarbeitungs-)Zeit.
Wenn Du Dir wünschst, dass Dein autistischer Partner Dich besser versteht, kannst Du ihm die Kommunikation folgendermaßen erleichtern1:
- Tipp #1: Passe Dein Sprechtempo an und baue Pausen ein:
Du kannst zwischen Deinen Sätzen oder zwischen verschiedenen Ideen im Gespräch immer wieder Pausen einbauen. So hat Dein autistischer Partner mehr Zeit, das, was Du sagst, zu filtern, zu sortieren und zu verarbeiten, bevor die nächste Information kommt, die wieder bewusst gefiltert, sortiert und verarbeitet werden muss.
Auch für Dich selbst kann eine Verlangsamung des Gesprächs von Vorteil sein, weil Du Deine automatischen neurotypischen Interpretationen der Worte und des Verhaltens Deines autistischen Partners leichter bewusst wahrnehmen und ggf. hinterfragen kannst.
Ohne Pausen im Gespräch kann es sein, dass Dein autistischer Partner irgendwann nicht mehr in der Lage ist, dem Gespräch zu folgen, und Du nicht genug Zeit hast, Deine „mentale Interpretationsmaschine“ zu stoppen.
Dann ist das Risiko für Missverständnisse und Konflikte zwischen euch besonders groß.
- Tipp #2: Warte mindestens 10 Sekunden ab, bevor Du nachfragst, ob Dein autistischer Partner Dich verstanden hat, bzw. bevor Du Deine Aussage noch einmal wiederholst:
Diese 10 Sekunden sind wichtig, weil Dein Nachfragen oder Wiederholen sonst das ohnehin gerade hart arbeitende kognitive System Deines autistischen Partners mit noch mehr Input und Informationen überlädt.
Jedes weitere Wort ist zusätzlicher Input, der wiederum verarbeitet werden muss und dazu beiträgt, dass Du noch länger auf eine Antwort warten musst.
Es kann sein, dass sich diese Art von Kommunikation für Dich zunächst einmal etwas künstlich anfühlt. Wenn Du jedoch bemerkst, dass Dein autistischer Partner Dich und Deine Anliegen dadurch besser versteht, fällt es Dir vermutlich leichter.
- Tipp #3: Vereinbare mit Deinem autistischen Partner eine Geste:
Ihr könnt auch eine Geste vereinbaren (z. B. die Hand heben oder den Zeigefinger), um dem anderen zu signalisieren:
„Ich habe Dich gehört, mein Gehirn verarbeitet die Information gerade noch. Ich antworte Dir gleich.“
Das zeigt einerseits dem Partner, der noch auf eine Antwort wartet, dass er gehört wurde und dass sein Anliegen gerade „bearbeitet“ wird. Andererseits gibt es dem zuhörenden Partner die Zeit, die sein Gehirn zur Verarbeitung wirklich benötigt.
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Strategie #4: Macht Pausen zwischen euren Gesprächen.
Kürzere Pausen von wenigen Sekunden während eurer Gespräche können für eure Paarkommunikation einen riesigen Unterschied machen.
Zusätzlich wichtig sind auch längere Pausen zwischen euren Gesprächen bzw. Unterbrechungen dieser Gespräche, um Eskalationen in Konflikten zu vermeiden.
Vermutlich hast Du diese Erfahrung auch schon gemacht:
Mitten in einem Konfliktgespräch verlässt Dein autistischer Partner einfach den Raum! Und Du fühlst Dich stehen gelassen mit all Deinen Anliegen und Gefühlen.
Ganz prinzipiell ist das Verlassen eines Konfliktgespräches keine schlechte Option, wenn man sich ausmalt, wozu es vielleicht kommen könnte, würde man im Gespräch verbleiben: abwertende und verletzende Aussagen, Beleidigungen, im schlimmsten Fall vielleicht sogar körperliche Gewalt.
Konfliktgespräche plötzlich abzubrechen und zu verlassen oder sich gar nicht erst auf welche einzulassen, kann unterschiedliche Gründe haben (angelehnt an Schwärzer-Dutta, 20222):
- emotionale oder sensorische Überwältigung durch den Tonfall oder die emotionalen Signale des anderen,
- eigene widersprüchliche Gefühle,
- Schwierigkeiten, den Anlass des Konflikts zu verstehen,
- Angst, aus der Emotion heraus etwas zu sagen (oder zu tun), das man später bereuen könnte,
- und intensive Gefühle wie Angst oder Wut.
Deshalb: Eine Pause zu machen, wenn sie notwendig ist, ist prinzipiell eine sehr gute und beziehungsschonende Methode, die uns unsere Psyche und unser Körper sogar automatisch vorschlagen!
Zu wissen, dass sowohl Du als auch Dein autistischer Partner jederzeit das Gespräch unterbrechen dürfen, gibt vielen neurodiversen Paaren Sicherheit und ermöglicht es erst, sich auf emotionale Gespräche einzulassen.
Wichtig ist jedoch, dass hier drei Regeln beachtet und vorher verbindlich vereinbart werden:
- Regel #1: Der Partner, der eine Pause braucht, gibt dem anderen kurz Bescheid.
Man kann hierfür Code-Wörter (z. B. „Pause!“, „Cut!“) oder ein Handsignal (Handheben zum Stoppzeichen) nutzen.
- Regel #2: Vereinbart, wie lange eure Pause andauern soll.
Für den Partner, der „stehen gelassen“ wird, ist es häufig sehr wichtig, zu wissen, dass das Thema nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird, sondern es einen definierten Zeitpunkt gibt, an dem es wieder aufgegriffen wird.
Die Pause sollte ca. 20 bis 30 Minuten andauern. So lange braucht der Körper mindestens, bis all die Stresshormone wieder abgebaut sind und (rein körperlich) wieder mehr Entspannung möglich ist.
- Regel #3: Was macht jeder der Partner während dieser Pause, um seine Anspannung und seine Gefühle zu regulieren?
Was würde jedem von euch guttun? Vielleicht eine Runde spazieren gehen oder eine Zeitschrift durchblättern?
Was macht Deinen autistischen Partner so besonders?
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Strategie #5: Kommuniziert schriftlich.
Neben der manchmal notwendigen Gesprächspause in hochemotionalen Momenten ist auch die Frage:
Müsst ihr zwingend miteinander sprechen oder könnt ihr einander auch schreiben?
Von vielen Paaren aus meiner Beratung weiß ich:
Schriftliche Kommunikation bringt im Vergleich zur mündlichen Kommunikation von Angesicht zu Angesicht viele Vorteile mit sich!
Sie erleichtert so vieles:
- Einer der größten Vorteile ist, dass die Reizdichte beim Lesen Deiner Worte für Deinen autistischen Partner viel geringer ist als im persönlichen Gespräch:
Er muss Deine nonverbalen Signale wie Mimik, Gestik, Körpersprache und Tonfall nicht mühsam deuten, sondern kann sich rein auf Deine geschriebenen Worte konzentrieren.
- Außerdem bekommt Dein autistischer Partner mehr Zeit, um über das nachzudenken, was Du ihm geschrieben hast, und kann es in seine eigene, logische Sprache übersetzen. Diese zusätzliche Verarbeitungszeit ermöglicht es ihm auch, sich seine eigene Reaktion auf Deine Nachricht in Ruhe zu überlegen. Dadurch reduzieren sich Missverständnisse und mögliche Konflikte.
- Um eure Botschaften noch deutlicher zu machen, könnt ihr sie außerdem um Symbole, Emojis oder kleine Zeichnungen ergänzen.
Aber auch die Person, die den schriftlichen Kontakt beginnt (vielleicht in diesem Fall Du), wird durch das Aufschreiben ihrer Gedanken und Anliegen zu mehr Klarheit motiviert.
- Was möchtest Du eigentlich sagen?
- Was ist Deine wichtigste Botschaft?
Vielleicht möchtest Du es ja bei der nächsten Gelegenheit, bei der Du bislang eigentlich mit Deinem autistischen Partner gesprochen hättest, einmal ausprobieren:
Schnapp Dir Zettel und Stift oder Dein Handy und versuche, Dein Anliegen schriftlich zu formulieren und Deinem autistischen Partner zukommen zu lassen.
In diesem Blogartikel hast Du nun also 5 Strategien für eine verbesserte verbale Kommunikation kennengelernt. Du hast erfahren;
- wie Dein autistischer Partner und Du günstige Rahmenbedingungen für eure Gespräche schaffen können,
- wie ihr den besten Moment für ein Gespräch herausfindet,
- warum kleine Pausen während der Gespräche sinnvoll sein können,
- worauf ihr achten könnt, wenn ihr Pausen zwischen euren Gesprächen machen möchtet,
- und warum es hilfreich sein kann, schriftlich statt mündlich miteinander zu kommunizieren.
Du möchtest noch mehr über Kommunikation in neurodiversen Partnerschaften erfahren? Dann schau Dir gerne diesen Blogartikel an:






